Tipp für Schritt 2: Halten Sie sich an das Prinzip der Academy: ein Akzent pro Satz. Wenn Sie wissen, wo Ihr Akzent liegt, wissen Sie auch genau, wo Ihr Atem seinen Höhepunkt erreichen und wo er ruhen darf.
Schritt 3: Nutzen Sie Ihre Atempause, um vorauszuschauen
Atmen bedeutet nicht nur Sauerstoff tanken. Es ist auch der Moment, in dem Ihr Gehirn den nächsten Satz verarbeitet. Wenn der Atem Ihr Metronom wird, diktiert diese Pause genau das Tempo Ihres Übergangs. Wer zu schnell einatmet, springt überstürzt zum nächsten Absatz.
Blicken Sie während des Einatmens bereits auf die ersten drei Wörter des nächsten Satzes. So weiß Ihr Mund bereits, welcher Klang folgt. Das reduziert Versprecher und störende Schmatzgeräusche drastisch.
Tipp für Schritt 3: Warten Sie nach dem Einatmen einen Bruchteil einer Sekunde, bevor Sie einen Ton erzeugen. Diese kleine Stille sorgt für Ruhe. Sie gibt dem Zuhörer Zeit, Ihre Botschaft aufzunehmen.
Schritt 4: Behalten Sie Ihren Rhythmus bei langen Aufnahmesitzungen bei
Wenn Sie längere Texte, wie ein E-Learning oder Hörbuch, einsprechen, verlieren Sie nach zwanzig Minuten leicht den Fokus. Die Atmung wird dann oft flacher. Dadurch steigt Ihre Tonhöhe und Sie ermüden.
Eine erfahrene Stimme erkennt diese Müdigkeit sofort. Regie-Tipp aus dem Studio: Hören Sie sich Ihre eigene Aufnahme wie ein Coach an. Bemerken Sie, dass Ihre Sätze plötzlich schneller aufeinanderfolgen? Oder pfeift Ihr Atem durch die Nase? Hören Sie dann sofort auf. Trinken Sie einen Schluck lauwarmes Wasser. Stellen Sie Ihre Füße flach auf den Boden. Stellen Sie Ihre tiefe Bauchatmung wieder her, bevor Sie fortfahren. Das erspart Ihnen später viele Neuaufnahmen.Tipp für Schritt 4: Machen Sie nach jeweils zehn Minuten eine kurze dreißigsekündige Pause. Stellen Sie sich aufrecht hin und atmen Sie tief mit entspannten Lippen aus.